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Wer aufgrund der Corona-Krise nachdenkt seine Immobilie zu verkaufen, der wird sicher schnell zu der Überlegung kommen, ob sich der Verkauf aktuell lohnt, oder man nicht doch warten möchte.

Gerade in diesen Zeiten fragt sich jeder Immobilien-Besitzer: Wird der Wert meiner Immobilie sinken, stagnieren, oder womöglich steigen? Wir wollen Ihnen an dieser Stelle unsere Meinung wiedergeben, wie wir über die aktuelle Lage zu den verschiedenen Asset-Klassen denken. Hier geht es nachfolgend um Wohn-, Logistik- und Gewerbeimmobilien.

Wohnimmobilien

Eigentümer halten sich sehr wahrscheinlich in dieser Phase zurück mit dem Verkauf der eigenen Wohnung. Sind Immobilienbesitzer in Zwangsnot durch eine eventuell betroffene Kurzarbeit oder drohender Arbeitslosigkeit? Das kann nicht abschließend beantwortet werden. Der Austausch mit Maklern deutet darauf hin, dass Selbständige die schon länger drüber nachgedacht haben ihre Immobilie zu verkaufen, dies nun endgültig umsetzen wollen. Auf der Käuferseite gibt es allerdings auch Interessenten, die sich nun eine Immobilie zulegen möchten und daher gleicht sich Angebot und Nachfrage aus. Die Preise dürften laut vielen Instituten stagnieren, leicht zurückgehen, aber zu einem rapiden Preisverfall wird es aller Voraussicht nach nicht kommen.

Die Nachfrage aus dem Ausland geht natürlich aufgrund der aktuellen Einreisebeschränkungen etwas zurück, d.h. sind Interessenten nur aus diesen Ländern vorhanden, wo keine strikte Einreisekontrolle herrscht. Aber auch hier greifen die Online-Besichtigungen. Ob gravierende Preisverhandlungen möglich sind, darüber kann aktuell nur spekuliert werden.

Abschließend kann man sagen, dass sich der Wohnimmobilienmarkt als sehr krisensicher behaupten kann. Drohende Mietausfälle aufgrund der Mietstundung in den Monaten April bis Juni werden auch nicht pauschal erlassen, zudem wurde die Beantragung des Wohngeldes gelockert, was für weitere Entspannung sorgt.

Gewerbeimmobilien

Den Bereich Gewerbe hat es besonders hart getroffen. Durch die zahlreichen Einschränkungen des Handels und dem Lockdown, sind viele Gewerbeimmobilienbesitzer zum Teil immer noch geschlossen. Dies betrifft Stand heute noch Bars, Discotheken, oder Lokalitäten, wo sich viele Menschen aufhalten (z.B. in der Arena).

Eine Mietstundung hat hier der Gesetzgeber beschlossen, allerdings müssen auch diese nachgezahlt werden in einer großzügigen Frist. Vor allem die drastische Reduzierung der Besucherzahlen (z.B. in Hotels und Gastronomie) führt zu deutlichen Umsatzverlusten der jeweiligen Geschäfte.

Weiter muss verfolgt werden, ob sich Home Office durchsetzen wird und ob der Büroimmobilienmarkt darunter leiden wird. Zukunftsthemen die abschließend noch nicht beantwortet werden können.

Diskustiert wird auch jetzt, ob sich die umsatzabhängige Miete etablieren wird, was zu Verzerrungen bei der Rendite und Wertsteigerung führen kann.

Logistikimmobilien

Der Bereich Logistik wird sich als Krisengewinner herausstellen, denn durch die erhöhte Nachfrage, wie z.B. durch Online-Bestellungen, werden mehr Lagerkapazitäten benötigt. Generell ist es immer wieder eine Herausforderung, genügend Fläche für überproduzierte oder nicht verkaufte Ware zu finden.

Hallen mit großen Stauflächen und Palettenregalen wurden und werden nach wie vor gefragt sein. Große Händler haben aktuell Probleme ihre Ware an die Kunden zu bringen, da es aufgrund der vorbestellten Ware zu Engpässen in den Lagerhäusern kommen kann.

Die Ware auf Schiene und LKW muss dementsprechend auch irgendwo zwischengelagert werden. Grundstücke werden vor allem in den A-Städten immer teurer und dementsprechend steigt auch hier die Rendite an bei dieser Art von Gewerbeflächen. Hallensysteme sind relativ schnell gebaut und haben damit den Vorteil, dass es nicht zu einem langen Bau- und Vorschriftenkatalog kommt, wie z.B. bei neugebauten Wohnimmobilien.

Zum Abschluss gehen wir noch kurz auf die Lage bei Besichtigungen und Verkäufen ein: Immobilienmakler sind nun einmal mehr gefragt, sich zu digitalisieren. Wohnungsbesichtigungen finden allerdings nach wie vor statt, auch wenn es hier gewisse Hygiene-Regeln gibt. Die Wohnimmobilien, welche leerstehend verkauft werden, bieten daher genügend Platz und Möglichkeiten zum Austausch der Luft.

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